Mobile Heizungen mieten – von 20 bis 600 kW.
Wenn die Wärmeerzeugung ausfällt, ersetzt wird oder für eine Bauphase noch nicht zur Verfügung steht, überbrückt eine mobile Heizzentrale den Zeitraum. Unsere heatmax Heizungen sind von 20 bis 600 kW bei uns vorrätig und können kaskadiert werden.
Leistung und Kaskadierung
Der Leistungsbereich von 20 bis 600 kW deckt die Spanne vom Einfamilienhaus bis zur Halle ab. Reicht ein einzelnes Gerät nicht aus, lassen sich mehrere Anlagen kaskadieren: Sie arbeiten hydraulisch parallel auf denselben Kreis und schalten sich nach Bedarf zu. Das hat zwei Vorteile – die Leistung folgt dem tatsächlichen Bedarf statt einer Dauerlast, und der Ausfall eines Geräts legt nicht die gesamte Versorgung still.
Die benötigte Leistung ergibt sich nicht aus der Gebäudefläche, sondern aus der Heizlast. Ist keine aktuelle Berechnung nach DIN EN 12831-1 vorhanden, hilft in der Praxis die Nennleistung des vorhandenen Wärmeerzeugers als Ausgangspunkt. Bei Bautrocknung liegt der Bedarf regelmäßig höher als im späteren Betrieb, weil unverputzte Bauteile und offene Öffnungen zusätzlich Wärme abführen.
Strom oder Heizöl
Die Anlagen können mit Strom oder Heizöl betrieben werden.
Elektrisch betrieben
Elektrische Geräte kommen ohne Brennstofflogistik und ohne Abgasführung aus und lassen sich auch dort aufstellen, wo eine Verbrennung nicht in Frage kommt. Entscheidend ist der verfügbare Anschluss: Ab wenigen Kilowatt ist ein Drehstromanschluss mit passender Absicherung nötig, größere Leistungen verlangen einen entsprechend dimensionierten Speisepunkt. Auf Baustellen sind Anschlüsse nach DIN VDE 0100-704 auszuführen; ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel unterliegen der wiederkehrenden Prüfung nach DGUV Vorschrift 3.
Mit Heizöl betrieben
Ölbetriebene Anlagen sind unabhängig vom Netzanschluss und liefern hohe Leistung auch dort, wo kein Baustrom verfügbar ist. Dafür brauchen sie eine fachgerechte Abgasführung nach Herstellervorgabe, eine ausreichende Verbrennungsluftversorgung und einen ordnungsgemäßen Umgang mit dem Brennstoff. Heizöl ist ein wassergefährdender Stoff; für Lagerung und Umschlag gilt die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV).
Anschluss an die Hausinstallation
Der Anschluss an Ihre Hausinstallation muss von einem SHK-Meisterbetrieb durchgeführt werden – gerne übernehmen wir das für Sie. Das ist keine Formsache: Arbeiten an der Heizungsinstallation gehören nach der Handwerksordnung zum zulassungspflichtigen Handwerk Installateur und Heizungsbauer (Anlage A HwO) und dürfen nur von eingetragenen Betrieben ausgeführt werden.
Fachlich geht es um mehr als zwei Schläuche: Die Einbindung muss den Volumenstrom sicherstellen, Absperrungen und Sicherheitseinrichtungen berücksichtigen und eine saubere Trennung zum Bestand ermöglichen. Auch die Qualität des Heizwassers ist relevant – die VDI 2035 beschreibt die Anforderungen an Härte, Leitfähigkeit und pH-Wert, um Steinbildung und wasserseitige Korrosion zu vermeiden. Beim Befüllen und Entleeren einer Überbrückungslösung lohnt sich der Blick darauf, damit die Anlage hinterher nicht schlechter dasteht als vorher.
Typische Einsatzfälle
Kesseltausch und Sanierung
Beim Austausch des Wärmeerzeugers steht die Anlage still. Eine mobile Heizzentrale hält Heizung und Warmwasser in Betrieb, während der alte Kessel ausgebaut und der neue eingebracht wird. Für den Transport der Geräte über Treppen bieten wir zusätzlich unsere movemax Treppensteiger an.
Bautrocknung und Funktionsheizen
Im Rohbau geht es um trockene Bauteile und eine termingerechte Belegreife. Bei beheizten Fußbodenkonstruktionen ist vor dem Belegen das Funktionsheizen nach DIN EN 1264-4 durchzuführen und zu protokollieren; die Belegreife wird anschließend über eine Restfeuchtemessung nachgewiesen. Wichtig für die Kalkulation: Nach VOB/C (ATV DIN 18299) zählen das Beheizen und Trocknen der Räume zu den Besonderen Leistungen – sie sind gesondert zu vereinbaren und zu vergüten.
Havarie und Spitzenlast
Fällt die Wärmeerzeugung im Winter aus, zählt jede Stunde – besonders in vermieteten Objekten, Pflegeeinrichtungen und Produktionsbetrieben. Ebenso kann eine mobile Anlage vorübergehend Leistung ergänzen, wenn der vorhandene Erzeuger die Spitzenlast nicht abdeckt.
Hallen, Zelte und temporäre Aufbauten
Für Veranstaltungen, Lagerflächen und Montagehallen liefert eine mobile Heizzentrale Wärme dort, wo dauerhaft keine Heizung installiert ist.
Was wir vor der Anfrage klären
Je genauer die Ausgangslage beschrieben ist, desto belastbarer ist unser Angebot. Hilfreich sind:
- benötigte Leistung in kW oder die Nennleistung des vorhandenen Kessels
- Vorlauf- und Rücklauftemperatur sowie Art des Heizkreises
- Anschlusspunkt, Nennweite und Entfernung zwischen Aufstellort und Gebäude
- verfügbare Energie: Stromanschluss mit Absicherung oder Heizölversorgung
- Stellfläche, Zufahrt und Untergrund am Aufstellort
- geplanter Zeitraum und gewünschter Bereitstellungstermin
Sicherheit und Regelwerk
Eine mobile Heizzentrale ist ein Arbeitsmittel. Der einsetzende Betrieb bleibt nach § 3 BetrSichV für die Gefährdungsbeurteilung und nach § 12 BetrSichV für die Unterweisung verantwortlich. Praktisch bedeutet das vor allem:
- Verbrennungsprodukte ernst nehmen. Bei ölbetriebenen Geräten ist die Abgasführung nach Herstellervorgabe auszuführen. Improvisierte Lösungen in geschlossenen Räumen sind wegen der Gefahr durch Kohlenmonoxid ausgeschlossen.
- Elektrische Sicherheit. Anschluss nur über geeignete, geprüfte Speisepunkte; auf Baustellen nach DIN VDE 0100-704 mit Fehlerstrom-Schutzeinrichtung.
- Gewässerschutz. Beim Umgang mit Heizöl sind Auffangvorrichtungen und die Vorgaben der AwSV einzuhalten.
- Heizwasserqualität. Befüllung und Entleerung nach VDI 2035, damit weder die Mietanlage noch die Bestandsanlage Schaden nimmt.
Wärme in der Region
Unser Sitz liegt in Heiligenhaus im Kreis Mettmann. Der Gebäudebestand im Niederbergischen Land und im angrenzenden Ruhrgebiet ist stark von Bauten der Nachkriegsjahrzehnte geprägt – also von genau den Anlagen, die derzeit reihenweise erneuert werden. Für Betriebe zwischen Velbert, Ratingen, Essen, Wuppertal und Düsseldorf bedeutet das planbare Kesseltausch-Termine, bei denen die Überbrückung von vornherein mitgedacht werden sollte.
Mehr zu unserem Aktionsradius finden Sie auf der Seite Einsatzgebiet.
Regelwerke und Quellen
Die fachlichen Angaben auf dieser Seite stützen sich auf die folgenden öffentlich zugänglichen Regelwerke und Veröffentlichungen. Sie ersetzen weder die Betriebsanleitung des jeweiligen Geräts noch die Gefährdungsbeurteilung des einsetzenden Betriebs.
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DIN EN 12831-1 — Verfahren zur Berechnung der Norm-Heizlast
DIN Deutsches Institut für Normung · Grundlage der Leistungsauslegung
www.din.de/ -
VDI 2035 — Vermeidung von Schäden in Warmwasser-Heizungsanlagen
Verein Deutscher Ingenieure · Anforderungen an das Heizwasser
www.vdi.de/richtlinien -
AwSV — Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen
Bundesministerium der Justiz · Umgang mit Heizöl
www.gesetze-im-internet.de/awsv/ -
Handwerksordnung, Anlage A — zulassungspflichtige Handwerke
Bundesministerium der Justiz · Installateur und Heizungsbauer
www.gesetze-im-internet.de/hwo/anlage_a.html -
Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)
Bundesministerium der Justiz · Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung
www.gesetze-im-internet.de/betrsichv_2015/
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